Altenhof am Hausruck

Im Zentrum des Städtedreiecks Ried im Innkreis, Grieskirchen und Vöcklabruck liegt Altenhof am Hausruck. Landschaftlich geprägt durch den Hausruckkamm beschert dieser den Einwohnern eine herrliche Fernsicht über das östliche Hausruck-Hügel-Land und in Richtung Berg- und Seengebiet der Salzkammergut-Voralpen.

 

Weinberg


Vor langer Zeit breitete sich der Hausruckwald noch viel weiter aus und bedeckte die Flächen, auf denen heute die Dörfer der Umgebung stehen. Zur Zeit um Christi Geburt kamen die Römer ins Land und machten Obst- und Weinbau bekannt. Viele Funde erinnern an die damalige Zeit und auch der heutige Weinberg erhielt seinen Namen.

 

Gröming


Gröming (früher als Gröbming bekannt) wurde als slawisches Waldarbeiterdorf gegründet und reifte über Jahrhunderte zu einem herrschaftlichen Edelsitz heran. Dietmar Anhanger - ein treuer Gefährte des bayrischen Herzogs - erbaute im 12. Jahrhundert sogar ein prächtiges Wasserschloss (dort wo heute das Gasthaus Kaiserlehner steht). Über die Jahrhunderte wurde der Besitz durch mehrere Hände gereicht und das Schloss verfiel durch die jahrzehntelange Unbewohntheit. Johann Teisinger kaufte schließlich die Ruine und lies sie abreißen. Mit dem Material baute er 1622 eine Taverne und nannte sie “Wirtshaus zu Gröbming”.

 

Affnang


Der Ort Affnang dürfte laut Chroniken ein Landsitz der Adeligen von Freising und später von Starhemberg gewesen sein. Ein kleines hölzernes Wasserschlösschen stand hinter dem heutigen Bachmayrgut. Von den älteren Dorfbewohnern wird diese Wiese heute noch  “Schlossgartl” genannt. Dem religiösen Empfinden nach durfte im Mittelalter auch eine Kapelle nicht fehlen. Nach der Erbauung wurde sie dem Patron der Kreuzzug-Zeit, dem Hl. Jakobus, geweiht. Sie hat sich im Laufe der Jahrhunderte zwar etwas verändert, ist jedoch in der Umgebung das einzige noch in vielen Bereichen erhaltene Bauwerk aus diesen Zeitepochen.

 

Altenhof am Hausruck


Der Name Altenhof (anfangs Altenofen genannt) wird erstmals 1263 in den Chroniken erwähnt. Zurückzuführen ist dieser Name auf einen „alten Gutshof“ welcher später in eine Brauerei, dann in eine Geflügelfarm und schließlich in einen Wohnblock umgebaut wurde. Von den Einwohnern, wird dieser heute noch “Farm” bezeichnet. Der ursprünglich fast ausschließlich aus Holzhäusern bestehende Ortskern fiel am 13. Juni 1728 nach einem Blitzschlag im Kemptnerbauernhof den Flammen zum Opfer.
Auch über Altenhof gibt es eine Reihe von Sagen. Eine davon besagt, dass der Teufel aus Wut auf alles Geweihte die frühere Kapelle (dort wo jetzt der Altartisch der Kirche steht) abreißen wollte. Dabei sei er auf eine Heilquelle gestoßen. Der Mesner, welcher unter Rheuma litt, soll mit dem Wasser in Berührung gekommen sein und wurde so von seinem Leiden befreit. Seither soll sich der Teufel nie mehr in der Umgebung blicken lassen haben. Viele Leute pilgerten nach Altenhof. Durch die lebensgroße Marienstatue am Hochaltar der heutigen Kirche wurde Altenhof zweitweise sogar “Maria Altenhof” genannt. Noch heute gibt es Leute, die sagen, dass man die Quelle unter dem Altar sprudeln hören könne. Manche meinen, dass das Wasser unterirdisch weiterfließt und in Oberaffnang an die Erdoberfläche tritt. Ein Teil des Wassers soll als Trinkwasser verwendet werden. Die alten Leute erzählen, dass, man wenn man sich mit dem Wasser wusch, man nie ein altes Gesicht mit Falten bekam und von Augenleiden geheilt wurde.

Zwischen 1809 - 1818 (nach den Franzosenkriegen) verlief die Staatsgrenze quer durch das Gemeindegebiet. Sogar Kaiser Napoleon Bonaparte soll in dieser Zeit zweimal durch das vom Bergbau lebende Altenhof gereist sein.

 

Zusammenschluss der Bevölkerung


Viele Altenhofer verdienten damals mit dem Abbau der Braunkohlevorkommen im Hausruck (bis zur Schließung des Barbara-Stollens 1967) ihr Geld.
Im Jahre 1848 schloss sich die Bevölkerung von Altenhof, welche überwiegend aus Bergleuten bestand, an die Gemeinde Gaspoltshofen, welche vorwiegend von der Landwirtschaft lebte, an. Mit diesem Zusammenschluss wurde Gaspoltshofen zur größten Gemeinde des Bezirkes Grieskirchen. Heute ist diese Fusion im Gemeindegebiet durch die beiden Kirchen im Gemeindewappen verankert.

 

Einwohner


Die Einwohner von Altenhof am Hausruck und den umliegenden Dörfern sind sehr gesellig und freundlich geprägte Menschen. Der starke freundschaftliche Zusammenhalt untereinander spiegelt sich auch in den verschiedenen Vereinen wieder. Altenhof am Hausruck ist durch den Musikverein, die überaus erfolgreichen Bewerbsgruppen der freiwilligen Feuerwehr Altenhof am Hausruck und „assista – Das Dorf“ weit über die Gemeinde- und Bezirksgrenzen hinaus bekannt.